Monatsarchiv für Oktober 2008

Okt 26 2008

Sei einzigartig! Jetzt auch für Angestelle?

Autor: Ulrike Bergmann. Abgelegt unter MUT, Reflektion

Nach Meinung der Trendforscherin Imke Keicher verliert Fachwissen in der Arbeitswelt an Bedeutung, da die fachlichen Qualifikationen immer vergleichbarer werden. Stattdessen sind die Schlüsselkompetenzen der Zukunft Einzigartigkeit, Kreativität und Empathie. Nachzulesen ist dies in einem Artikel im November-Heft von managerSeminare über das Jobmodell der Zukunft.

Doch wie erreicht man diese Einzigartigkeit?

Vorrangig durch ein Umdenken. Heute ist es noch weitgehend üblich, Ausbildung, Fortbildung und Entwicklung auf die Chancen am Arbeitsmarkt auszurichten. Doch damit bewegt man sich nur in der Masse gut qualifizierter und damit austauschbarer Leistungsanbieter. Größere Chancen liegen darin, die eigene, sehr individuelle Mischung aus Stärken, Talenten und Leidenschaften in den Mittelpunkt der eigenen Überlegungen und Handlungen zu stellen. Sich also bewusst zu machen, was Sie als Mensch auszeichnet. Die Zeit der stromlinienförmigen Arbeitnehmer ist vorbei. Gefragt sind künftig Menschen mit Ecken und Kanten. Das heißt auch: Klassisches Karrieredenken adé. Für Selbständige gilt schon länger die Aufforderung: Sei einzigartig!

Dieses Denken ist für viele Menschen eine Abkehr vom Gewohnten. In Coachings erlebe ich immer wieder, wie schwer es vielen Menschen fällt, ihre Stärken zu benennen. Sehr schnell kommt die Schere im Kopf zum Einsatz. Sie führt dazu, sofort zu bewerten, dass mit diesen Punkten kein Geld zu verdienen sei.

Vielleicht hilft Ihnen folgende im Artikel zitierte Anekdote aus England:

Ein Team von Managern der Virgin Group schickten ihren Gesprächspartnern in einem anderen Unternehmen zur Vorbereitung auf das persönliche Kennenlernen anstelle der üblichen Lebensläufe Berichte darüber, was sie anspornt und glücklich macht, worauf sie stolz sind, welche Niederlagen sie bereits erlebt haben, worüber sie lachen können, was ihre Lieblingsfilme und –farben sind. Damit sorgten sie für eine Überraschung – und wohl auch für Irritation.

In dieser Geschichte stecken erste Ansatzpunkte für Ihre Selbsterforschung: Notieren Sie sich doch mal Ihre eigenen Gedanken zu den von den Managern genannten Punkten. Viel Spaß beim Erforschen!

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Okt 20 2008

Positives Denken: Pro und Contra (Teil 3)

Autor: Ulrike Bergmann. Abgelegt unter Affirmationen, Denken, Reflektion

Positives Denken: Wie Sie es sinnvoll nutzen

Nachdem wir bislang betrachtet haben, warum positives Denken oft nichts nützt (Teil 1) und was es wirklich bringt (Teil 2), geht es heute darum, wie Sie es für sich nutzen können. Anstatt sich auf das zu konzentrieren, was Sie verändern wollen und damit den darin enthaltenen Mangel Raum zu verstärken, können Sie mit passenden Sätzen Ihre Wahrnehmung und damit Ihr Denken verändern.

Positives Denken ist dann sinnvoll, wenn Sie es dazu nutzen, Ihre Aufmerksamkeit zu steuern und auf das zu richten, was Sie in Ihrem Leben wirklich möchten. Für die meisten Menschen sind dies Freiheit, Lebensfreude, Zufriedenheit, ein Leben in Fülle – wenn auch oft anders benannt. Doch statt die Aufmerksamkeit auf genau diese Bereiche zu richten, sprechen sie darüber, was alles nicht funktioniert. Worauf Sie Ihre Aufmerksamkeit richten, hat einen großen Einfluss auf Ihre Lebensqualität – im positven wie im negativen. Sie haben jederzeit die Wahl, Ihre Blickrichtung zu ändern. Weiterlesen »

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Okt 14 2008

Ein Weg zu mehr Zufriedenheit

Autor: Ulrike Bergmann. Abgelegt unter Inspiration, MUT, Reflektion

Wenn du immer das tust, was dich interessiert, ist wenigstens eine Person zufrieden.

Rat an Katherine Hepburn von ihrer Mutter

Was für ein Vorschlag! Welche Frau würde sich nicht diesen Rat von ihrer Mutter wünschen? Doch wie viele haben so etwas in ihrem Leben schon einmal gehört? Wahrscheinlich die wenigsten.

Stattdessen sind wir häufig mit der Empfehlung aufgewachsen, uns nicht hervor zu tun, sondern das Wohl der Anderen im Auge zu behalten und deren Interessen einzubeziehen. Was ist das Ergebnis davon? Wir passen uns an, lassen andere entscheiden und sind am Ende frustriert. Vor einigen Monaten las ich in einer Zeitschrift einen Artikel über dieses Phänomen und wunderte mich ein wenig, dass dies immer noch ein Thema ist.

Natürlich kenne ich Situationen, in denen es mir schwer fällt, mich zu entscheiden. Doch sie sind inzwischen eher die Ausnahme. Heute achte ich darauf, dass ich mich wohlfühle, denn erst dann kann ich das Wohl anderer in Betracht ziehen. Und wenn sich andere nicht entscheiden, dann übernehme ich es gerne – für mich :-) . Hierzu ein kleines Beispiel: Wenn ich im Restaurant gefragt werde, wo ich sitzen möchte, entscheide ich mich schnell und klar für einen Platz. Andere sind darüber manchmal überrascht, doch ich weiß genau, wo ich mich besonders wohl fühle und kann mich daher schnell dafür entscheiden – aber auch anderen den Vortritt lassen.

Voraussetzung für klare Entscheidungen ist allerdings, dass wir wissen, was wir uns wünschen, was uns wirklich interessiert und Freude bereitet. Erst dann sind wir in der Lage, unsere Wünsche auch zum Ausdruck zu bringen – mit der großen Chance, dass sich diese auch erfüllen. Für viele Frauen ist dies immer noch ein ungewohntes Verhalten: Klar zu sagen, was sie möchten anstatt abzuwarten, was übrig bleibt. Hier hilft es, im Kleinen zu starten und zu entdecken, dass es einfacher ist als vermutet. Schritt für Schritt sicherer zu werden in der eigenen Wahl.

Das beinhaltet auch, zu dem zu stehen, wofür Sie sich entschieden haben. Wenn es Ihnen nicht gefällt, können Sie das nächste Mal ja anders entscheiden. Dabei werden Sie entdecken, dass der Grad der persönlichen Zufriedenheit in dem Maße steigt, in dem Sie bereit sind, wirklich dem zu folgen, was Sie interessiert. Dies fördert und stärkt den eigenen Standpunkt, gibt Ihnen Standfestigkeit und stärkt Ihr Selbstvertrauen. Dann fällt es Ihnen auch leichter, dem näher zu kommen, was Sie wirklich wollen – beruflich oder privat.

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Okt 12 2008

Positives Denken: Pro und Contra (Teil 2)

Autor: Ulrike Bergmann. Abgelegt unter Affirmationen, Denken, Reflektion

Positives Denken: Was es wirklich bringt

Wie im ersten Teil angesprochen wird beim positiven Denken häufig Sahne auf das gesetzt, was nicht stimmt. So werden vielfach Zettel mit motivierenden Sätzen an verschiedenen Stellen in der Wohnung verteilt, damit sie vom Unterbewusstsein aufgenommen werden. Solange dies ohne weitere Verknüpfung erfolgt, ist es ein untaugliche Versuch, etwas zu verändern, sondern dient es als ständige Erinnerung an das, was (noch) nicht so ist, wie wir es wollen.

Doch wie kann es funktionieren?

Zwei Faktoren tragen dazu bei, dass wir das erreichen, was wir uns wünschen: Weiterlesen »

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Okt 05 2008

Positives Denken – Pro und Contra

Autor: Ulrike Bergmann. Abgelegt unter Affirmationen, Denken, Reflektion

Dieser Tage fand ich in einer Publikation wieder einmal die Frage, ob positives Denken richtig oder falsch sei. Das erinnert mich an die Diskussion, die bereits seit einigen Jahren immer wieder darüber geführt wird. Sie wurde vor etwas fünf Jahren zum ersten Mal sehr breit geführt, als der Psychotherapeut Günther Scheich ein Buch mit dem reißerischen Titel „Positives Denken macht krank“ veröffentlichte. Ich habe dies als Anregung genommen, mich einmal ausführlicher mit dem Thema zu befassen. Daraus entstanden ist ein Dreiteiler, in dem Sie heute und in den beiden nächsten Wochen erfahren,

Positives Denken: Warum es oft nichts nützt (Teil 1)

Einerseits hat Günther Scheich Recht, wenn er davor warnt, alles und jedes nur noch unter dem Vorzeichen „Denke positiv!“ zu betrachten. Hierdurch entsteht ein ungeheurer Druck auf den Einzelnen. Vor allem, wenn aus der Umgebung ständig Hinweise in diese Richtung kommen. Das kann in der Tat auf Dauer krank machen. Das alleine heißt jedoch nicht, dass positives Denken als solches gut oder schlecht ist. Dazu gehören noch andere Facetten. Weiterlesen »

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