Nov 18 2008
Brian Swimme: Das Universum ist ein grüner Drache
Der Untertitel signalisiert bereits, worum es sich handelt: Ein Dialog über die Schöpfung und die mystischen Liebe zum Kosmos. Zunächst hatte ich etwas Schwierigkeiten, in die Denkweise und die Form des Dialogs hineinzufinden und legte das Buch daher zur Seite. Da mir das Buch wärmstens empfohlen worden war, machte ich einen zweiten Anlauf als ich etwas mehr Zeit hatte und geriet immer stärker in den Sog dieses Gesprächs zwischen Thomas, einem Wissenschaftler, und Kim, einem jungen Menschen (bewusst wurde ein Name gewählt, den es sowohl in männlicher als auch weiblicher Form gibt).
In diesem Buch geht es um die “neue unglaubliche Geschichte vom Universum, die alle bisherigen Kosmologien über den Haufen wirft.” Es ist in der Tat eine Geschichte des Kosmos “mit dem Gespür für die Musik, die in ihr steckt.” Sie wirft ein neues Licht auf vieles, was wir uns irgendwann einmal angeeignet oder selber zurecht gelegt haben als Erklärung dafür, wie die Welt und das Universum funktionieren. Geboten wird in diesem Dialog ein viel umfassenderes Verständnis, das viele Apsekte aus der neueren Forschung einbezieht und damit ein Weltbild vermittelt, das neue Facetten aufzeigt und die Verbundenheit von allem unterstreicht. Das Buch ist eine Liebeserklärung an das All, den Kosmos, das Universum und zugleich eine Liebeserklärung an die Menschheit und ihrer kosmischen Bestimmung.
Ein Beispiel für die Vielfalt des Buches:
An einer Stelle wird eine Analogie hergestellt zwischen der Erde und einem Unternehmen. Dabei erhält das Wort “Buchhalter” eine völlig neue Bedeutung. Auch an anderen Stellen geht es darum, gewohnten Vorstellungen ein neues, erweitertes Verständnis zu geben. Das führt zu manchem “Aha!”
Fazit: Für ein sehr komplexes Thema wurde sehr lesbar und verständlich aufbereitet.
Erstauflage 1991, Nachdruck 2007 bei Kamphausen Verlag, ISBN 978-3-89901-122-7, 17 €
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