Apr 14 2009
Jenseits der Komfortzone
Der Begriff “Komfortzone” bezeichnet den Bereich, in dem wir uns mehr oder weniger wohlfühlen. In der Komfortzone enthalten sind all die Dinge, die uns leicht fallen, in denen wir uns gut auskennen und uns daher auch eingermaßen sicher bewegen.
Außerhalb der Komfortzone liegen all die Dinge, die uns (noch) fremd sind. Dazu gehört zum alles, was wir uns wünschen oder gerne können würden, wie zum Beispiel ein Instrument spielen, singen oder uns für unseren Traumjob bewerben. Zum anderen fallen hierunter auch solche Bereiche, bei denen wir uns einfach unwohl fühlen, wie Konflikte mit Mitmenschen. Gerne würden wir sie aus der Welt schaffen, doch wir wissen nicht wie oder trauen uns einfach nicht, sie anzusprechen. Also verharren wir in dem, was wir kennen – in unserer Komfortzone.
Besonders interessant ist der Grenzbereich zwischen Innen und Außen dieser Zone. An diesem Übergang müssen wir uns entscheiden, ob wir das gewohnte Terrain verlassen und uns auf in Neuland begeben. Dadurch entsteht Stress – und so entscheiden sich die meisten dafür, doch im gewohnten Bereich zu bleiben. Ist ja eigentlich auch recht bequem, oder?
Auf der anderen Seite führt dieses Zurückweichen in das Bekannte, Gewohnte auch dazu, dass wir uns im Laufe der Zeit immer weiter einschränken. Dadurch wird auch die Komfortzone immer enger. Besonders gut lässt sich dies bei älteren Menschen beobachten, die ihr Umfeld kaum noch verlassen, weil sie sich immer weniger zutrauen. Andere hingegen bleiben lebendig und fit, weil sie sich immer wieder in neue, unbekannte Gebiete begeben – sowohl in ihrem Inneren als auch in der Außenwelt.
Wie lässt sich dieser Übergang gestalten?
Es kommt nicht darauf an, große Schritte zu unternehmen. Viel wichtiger ist es, sich immer wieder kleine Herausforderungen zu suchen und auf diese Weise den eigenen Radius zu erweitern und damit das Ausmaß der persönlichen Komfortzone auszudehen. Entscheidend sind die kleinen, alltäglichen Handlungen. Diese fallen viel leichter und tragen entscheidend dazu bei, dem Leben eine neue Qualität zu geben. Was wagen Sie heute?
2 Kommentare

Hallo Mutmacherin,
Das Thema Komfortzone scheint im Moment ziemlich populär zu sein. Spannend finde ich es auch, dass es immer wieder im Zusammenhang mit Gewohnheiten genannt wird. Beides sind Themen, die unser Leben und unsere Weiterentwicklung stark beeinflussen und trotzdem gibt es eher wenige Tipps zum Wie. Was kann ich machen, um regelmäßig meine Komfortzone zu verlassen? Wie finde ich überhaupt raus wo meine Komfortzone liegt und wo die Grenzbereiche sind? Darüber denke ich schon eine Weile nach und schreibe auch regelmäßig in meinem Blog darüber. Im Komfortzonenforum biete ich am Thema interessierten die Möglichkeit sich über das Verlassen der Komfortzone auszutauschen. So hoffe ich eine generelle Antwort zu finden, die jedem weiterhilft die eigene Komfortzone zu verlassen und sich immer weiter zu entwickeln.
Gruß,
Sascha
Hallo Sascha,
danke für Ihren Kommentar und den Hinweis auf Ihren Blog, den Sie gar nicht verlinkt hatten. Das mache ich nun mal
http://www.creative-linguistics.de/category/komfortzone/
Mich hatte das Thema längere Zeit nicht mehr beschäftigt, bis es im Rahmen eines Vortrags am Ostermontag plötzlich wieder auftauchte.
In meinen vier Beiträgen über “Mut zum Handeln” sind auch einige Aspekte enthalten, wie man seine Komfortzone erweitern kann. Vielleicht finden Sie darin noch Anregungen.
Herzliche Grüße
Ulrike Bergmann