Mrz 05 2010

Noch mehr Mut

Autor: Ulrike Bergmann. Abgelegt unter Anregungen,MUT,Reflektion

Bereits im Frühjahr 2009 habe ich eine Serie von Beiträgen verfasst unter dem Titel Mut zum Handeln. Das Thema ist noch immer aktuell, wie auch die Resonanz auf den letzten Impulsabend zu diesem Thema zeigte. Diesmal wählte ich die drei Buchstaben von MUT als Leitfaden für einige Aspekte, die ich mit Ihnen teilen möchte:

M wie Motivation

Um ins Handeln zu kommen, ist zunächst wichtig zu wissen, was Sie motiviert – im allgemeinen und im besonderen, nämlich in der aktuellen Situation, die Sie verändern wollen. Sind Sie von Außen motiviert oder von Innen? Der Unterschied zwischen beiden Formen der Motivation kann beachtlich sein: Im ersten Fall machen Sie sich abhängig von äußeren Umständen oder anderen Menschen. Wenn diese wegfällt oder anders ausfällt als erwartet, haben Sie schnell ein Problem mit Ihrer Motivation. Besser ist es herauszufinden, was Sie wirklich motiviert, an Ihrer gegenwärtigen Situation etwas zu verändern.

Das kann ein lange gehegter, tiefer Wunsch sein, dessen Zeit endlich gekommen ist, oder etwas Größeres, das über die eigenen Wünsche und Bedrüfnisse hinaus geht. Es gibt Menschen, denen es schwer fällt, etwas für sich selber zu erreichen. Wenn es jedoch um eine übergeordnete Aufgabe geht, fällt es Ihnen viel leichter, Ihre Komfortzone zu verlassen und sich für das Große zu engagieren, das Sie unterstützen wollen. Mehr zum Thema Komfortzone finden Sie in meinem Beitrag Jenseits der Komfortzone.

U wie Unterstützung

Alleine fällt es den meisten Menschen schwer, sich auf den Weg in Neuland zu machen. Also suchen Sie sich Unterstützung. Im zweiten Teil von Mut zum Handeln finden Sie dazu einige Impulsfragen. Hier noch ein paar Ergänzungen: Unterstützung kann unterschiedlich aussehen – abhängig davon, was Sie in der aktuellen Situation benötigen. Das kann eine Vereinbarung mit einem anderen Menschen sein. Zum Beispiel, sich gegenseitig anzurufen, ehe man mit einer Aufgabe beginnt. So habe ich vor vielen Jahren mein zweites Buch geschrieben.

Es kann auch die Begleitung zu einem wichtigen Termin sein – eine Art “Händchen halten”. Dafür sollte sich niemand zu schade sein, denn es gibt im Laufe eines Lebens immer wieder Situationen, die alleine nur schwer zu bewältigen sind und da ist eine unterstützende Hand sehr hilfreich.

Und wenn das alles nichts hilft, gibt es auch noch die harte Variante:  Ein Opfer vereinbaren, das fällig wird, wenn Sie eine Vereinbarung nicht einhalten. Diese Variante ist dann hilfreich, wenn Sie immer wieder etwas versprechen und dann nicht halten. Vor Jahren wollte ich einmal einen wichtigen Schritt machen und merkte, dass ich es alleine nicht schaffte. Alle Versuchen waren gescheitert. Also traf ich eine Vereinbarung mit einer Freundin darüber, wie ich handeln würde. Für den Fall des Gegenteils war ich bereit, ihr einen Gegenstand zu überlassen, der mir sehr viel bedeutete. Das half tatsächlich. Auch mit Kundinnen habe ich schon ähnliche Abmachungen getroffen und sie damit ins Handlen gebracht.

T wie Transformation

bezeichnet allgemein die Veränderung der Gestalt, Form oder Struktur. In diesem Zusammenhang bedeutet es, die eigene Vorgehensweise zu verändern, sie in eine andere Form zu bringen.  Also die eigenen Verhaltensweisen zu überprüfen, hinderliche Glaubenssätze zu entdecken und zu verändern, die Sie daran hindern, ins Handeln zu kommen. Eine Methode, mit der dies sehr gut gelingt, ist die Sedone-Methode, die ich an anderer Stelle schon einmal vorgestellt habe.

Transformation kann auch bedeuten, das eigene Thema noch einmal anzusehen und zu überprüfen, ob es tatsächlich darum geht, zu handeln oder nicht viel mehr darum, eine neue Vorgehensweise zu entdecken. Zum Beispiel, sich voll und ganz in den Dienst einer Sache zu stellen; abzuwarten, bis der richtigen Zeitpunkt gekommen ist und Sie einen klaren Impuls zum Handeln haben; oder die Dinge einfach geschehen zu lassen, ohne sich dagegen zu wehren. Das sind für die meisten von uns ungewohnte Vorgehensweisen. Doch manchmal liegt gerade im Gegenteil dessen, was wir üblicherweise tun, die Chance für neue Erfahrungen und andere Ergebnisse.

Denn wer sagt denn, dass es immer darum geht zu handeln. Manchmal bringt Nicht-Handeln bessere Ergebnisse. Haben Sie diese Erfahrung auch schon gemacht?

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