Den eigenen Rhythmus finden

19.09.2019
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Ich gehe gerne in die Berge. Seit 50 Jahren ist dies Teil meiner Sommer- und inzwischen auch Winterfreuden.
Wenn nur die Aufstiege nicht wären…
Runter war ich immer flink wie eine Gämse und ständig vor allen anderen im Tal.
Doch bergauf war es immer eine Quälerei für mich – vom ersten Tag an.

Bis zum 24. Juni 2019.

 

Warum ich das so genau weiß?

Es war mein Geburtstag, ein heißer Tag und ich hatte mir eine Wanderung auf meinem Lieblingssteig vorgenommen. Als Erinnerung an einen länger zurückliegenden Geburtstag.

Ich war alleine unterwegs und bis zur ersten Alm war es die übliche Qual. Japsend und mühevoll kam ich dort an und fragte mich, was das wohl noch werden würde. Immerhin ging es von dort aus nicht mehr so steil weiter. Das war schon mal ein kleiner Trost.

 

Vielleicht lag es an der leckeren Kräuterlimo, die meinen weiteren Weg an diesem Tag beflügelte. Oder ein innerer Impuls, mal etwas anderes auszuprobieren. In jedem Fall bin ich in den nächsten eineinhalb Stunden anders unterwegs als sonst. Leichtfüßig und anstrengungslos setze ich einen Fuß vor den anderen. Irgendwann klemme ich sogar die Wanderstöcke unter den Arm und nutze sie nur noch an wenigen Stellen zur Sicherheit. Zwischendrin bleibe ich immer wieder stehen und genieße den Ausblick.

Am Ende des Jagersteigs bin ich überrascht, dass ich schon da bin.


Nach der Brotzeit auf einer anderen Alm, gehe ich hinunter an den See, wandere dort entlang gemächlich und mit weiteren Pausen zurück zu meinem Auto. Dort angekommen staune ich über mich selber. Ich bin völlig entspannt und könnte gleich noch die nächste Wanderung anschließen...

 

Seither habe ich einige weitere Wanderungen unternommen. Sie waren ebenso leicht – weil ich endlich verstanden habe, wie es geht: Ich überlasse meinen Füßen den Rhythmus und das Tempo. Sie wissen am besten, was sie brauchen, um mich ans Ziel zu bringen.

 

Was sagt Dir diese Geschichte für Dich, Dein Business und Dein Leben?

Mir zeigt sie, dass es wichtig ist, mein eigenes Tempo zu respektieren. Egal, was ich tue. Nur dann entsteht ein Ergebnis, das leicht, entspannt und gut wird. Viel zu lange war ich viel zu schnell unterwegs. Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit einem Kollegen vor fast 20 Jahren. Schon damals stellte er mir die Frage:

 

Bist Du eigentlich in dem für Dich passenden Tempo unterwegs?

Damals fiel es mir noch schwer, ein Gefühl für meine persönliche Geschwindigkeit zu entwickeln. Es ist ja auch nicht so, dass diese immer und bei allen Gelegenheiten gleich ist ;-)

 

Wie ist das bei Dir?

Lebst Du Deinen Rhythmus und Dein Tempo – oder passt Du Dich viel zu oft an Deine Umgebung an?

 

In dieser temporeichen Zeit ist es schwer, sich vom Tempo der anderen abzukoppeln. Und dennoch ist es wichtig, damit uns nicht so leicht die Puste ausgeht – so wie mir über so viele Jahre bei wirklich jeder einzelnen Wanderung. Dabei war ich ohnehin schon langsamer als die meisten, mit denen ich unterwegs war ;-)

 

Heute achte ich nicht mehr darauf, wie schnell oder langsam andere laufen.

Selbst wenn ich mit Freundinnen unterwegs bin, gehe ich still, entspannt und vertrauensvoll meinen ganz persönlichen Rhythmus – egal, was sie von mir denken mögen. Am Ziel können wir gerne wieder reden…

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