Gehörst Du zu dieser besonderen Risikogruppe?

10.08.2020
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Kürzlich trafen wir uns in meiner Facebookgruppe „FRAUEN.WANDEL“ zu einer der regelmäßigen Austauschrunden. Dabei stellten wir fest, dass sechs der teilnehmenden Frauen 60 Jahre und älter waren. Eine von ihnen warf am Ende spontan in den Raum: Wir werden als Corona-Risikogruppe gesehen, doch wir sind eine ganz andere Risikogruppe!

 

Ebenso spontan stellte ich anschließend diesen Post in mein Facebook-Profil:

 

Bildschirmfoto 2020-07-22 um 11.05.41

 

Das Thema wirkte über Nacht weiter.
Am nächsten Morgen begann ich aufzuschreiben, welche Risikofaktoren eine Teil-Gruppe älterer Frauen mit sich bringt – diejenigen, die sich zu jung für Ruhe- oder Stillstand fühlen und noch einmal etwas bewegen wollen.

 

Die „besonderen“ Risiko-Faktoren von Frauen 55+

Sehr schnell entstand eine Liste von 11 Risiko-Faktoren.

Es sind Risiken, die dazu führen, dass sich Dein Leben nochmal verändert. In welchem Umfang, das entscheidest Du selber. Sicher ist nur, dass es dazu führen wird, dass Du immer mehr Teil der weltumspannenden Gruppe der "Weisen Frauen" wirst: Frauen zwischen 55 und ca. 70 Jahren, die nicht bereit sind, sich zurückzulehnen und das Leben an sich vorbei ziehen zu lassen. Die stattdessen sich selber, ihre Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse ernst nehmen und nochmal etwas bewegen, verändern und einbringen wollen. 

 

Damit werden wir zu einem Risiko-Faktor für unser Umfeld. 

Denn wir werden unberechenbar, an der einen oder anderen Stelle aufmüpfig und vor allem leben wir das, was uns schon lange auf der Seele brennt und bislang keinen Raum gefunden hat. Viele Frauen, mit denen ich in letzter Zeit gesprochen oder von denen ich gelesen habe, wünschen sich „mehr“ von dem einen oder anderen dieser Faktoren in ihrem Leben.

 

Zu jedem dieser Faktoren ließe sich viel schreiben. Ich habe mich jeweils auf einige zentrale Gedanken konzentriert. Diese werde ich in den nächsten Wochen weiter vertiefen und mit Beispielen versehen.

 

Du gehörst zur Altersgruppe der "Weisen Frauen"... 

Du fühlst Dich angesprochen und spürst, dass es für Dich "so wie bisher" nicht weitergeht...

Du bist daran interessiert, vertiefende Impulse und Anregungen zu diesen "Risiko-Faktoren" zu erhalten...

Du suchst eine Gemeinschaft von Frauen, die sich diesen Themen widmet und miteinander nach Wegen und Möglichkeiten sucht, die eigenen Vorstellungen in die Welt zu tragen...

Dann trage Dich hier in die Liste ein: 

 

Ja, ich will mehr Infos für "Weise Frauen"!

 

Doch nun zu den besonderen Risiko-Faktoren der künftigen Weisen Frauen :-)

 

Faktor #1: Wir machen den Mund auf

Wo früher Schweigen herrschte, entstehen plötzlich aufmüpfige, ironische oder witzige Bemerkungen – so wie der Satz in unserer Austauschrunde, der zu diesem Artikel führte. Oft sind sie so spontan, dass wir uns hinterher fragen: Wo kam das nun wieder her? Es kommt einfach, unbedacht und unzensiert aus unserem Mund, fühlt sich gut an und führt manches Mal zu einem befreienden Lachen. Früher haben wir uns selber "den Mund verboten", doch nun spüren wir, wie gut es tut, unsere Gedanken auszusprechen - auch oder vielleicht gerade wegen der Maskenpflicht.

 

Faktor #2: Wir vertreten eine eigene Meinung

Dies schließt direkt an den vorigen Punkt an und ergibt sich in gewisser Weise daraus. Es hat lange genug gedauert, bis wir soweit waren. Viel zu lange haben wir unsere Gedanken oder Sichtweisen, die auf vielfältigen Lebenserfahrungen beruhen, hinter dem Berg gehalten. Wir wollten niemandem auf die Zehen treten und haben stattdessen lieber geschwiegen, den Kopf geschüttelt oder die Augen verdreht. Doch irgendwann ist genug! Wir haben eine Meinung und diese ist es wert, ins Gespräch gebracht zu werden. 

 

Faktor #3: Wir sagen nicht mehr zu allem „Ja und Amen“

Eine andere Variante dessen, was schon geschrieben ist. Und doch eine wichtige weitere Facette. Immer stärker bäumt sich etwas in uns auf, wenn es um bestimmte Themen geht. Sei dies die Art und Weise miteinander umzugehen, wie über Menschen hergezogen wird, die anders sind als wir oder wie wir Tiere, die Umwelt oder Randgruppen behandeln. Sicher ist Dir auch aufgefallen, dass es Reizthemen gibt, über die sich Menschen in den letzten Wochen in besonderem Maße ereifern und gegenseitig niedermachen. Dazu haben sich einige "Goldies" in besonderer und sehr reflektierter Weise geäußert. Oder auch gehandelt.

 

Faktor #4: Wir müssen nicht(s) mehr

Sehr lange haben wir uns nach den Wünschen und Bedürfnissen anderer gerichtet und unsere eigenen hintangestellt. Jetzt sind wir dran! Auch wenn es uns zunächst noch schwerfällt, unsere Wünsche zu erkennen und ihnen Aufmerksamkeit zu geben. Doch mit fortschreitendem Alter wird uns immer stärker bewusst, dass das Leben endlich ist und wir - und auch nur wir selber! - unser eigenes Leben gestalten und auch verändern können. Was dafür erforderlich ist und sich viele Frauen wünschen, zeigt Faktor #11.

 

Dafür wollen wir jetzt etwas anderes:

 

Faktor #5: Wir wollen Vorbilder sein (statt uns ständig zu entschuldigen)

Zu den eigenen Bedürfnissen gehört vielfach der Wunsch, unsere Ideen und Vorstellungen einbringen und unsere Erfahrungen teilen. Und siehe da: wir werden sogar gehört. Eine Teilnehmerin unserer Runde berichtete davon, dass sie in einer Online-Fortbildung der einzige Oldie ist. Immer wieder erlebt sie mit Erstaunen, dass die jüngeren Frauen geradezu an ihren Lippen hängen, wenn sie von ihren Erfahrungen berichtet.

Als das erste Mal eine deutlich jüngere Frau zu mir sagte: Ich möchte mal so werden wie Du! kam mir das noch seltsam vor. Inzwischen nehme ich dieses Kompliment als Aufforderung, anderen Frauen immer wieder ein Vorbild zu sein. So wie ich es in meinen jüngeren Jahren auch erlebt habe.

Als Vorbilder gesucht und geachtet werden wir allerdings nur, wenn wir ohne erhobenen Zeigefinger oder oberlehrerhaft daher kommen. Was für die eine oder andere aus dieser Altersgruppe durchaus noch ein Lernfeld ist ;-)

 

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Faktor #6: Wir verändern überholte Regeln

Es gibt Hunderte von geschrieben und ungeschriebenen Regeln, die unser Zusammenleben und das eigene Verhalten steuern. Viele davon stammen noch „aus grauer Vorzeit“, als es strenge Kriterien gab, wie frau sich zu verhalten hatte. Sie dienten dazu, uns „im Zaum zu halten“, damit wir nicht über die Stränge schlugen und „verheiratbar“ blieben. Vieles davon hat sich in den letzten 50 Jahren massiv verändert – und doch leben viele Ältere oft noch nach überholten Maßstäben. Nehmen diese Regeln und Strukturen als gegeben hin, ohne sie zu überprüfen oder zu hinterfragen, ob sie für uns so noch gelten. Doch mehr und mehr Frauen spüren, dass sie das nicht mehr mitmachen wollen und suchen sich Gleichgesinnte für gemeinschaftliches Handeln ;-)

 

Faktor #7: Wir gehen eigene Wege – auch in Krisenzeiten

Dieser Aspekt wurde mit in den Wochen des Lockdowns besonders bewusst. Es war eine für alle herausfordernde Zeit und je nach Temperament oder persönlicher Betroffenheit gingen Frauen und Männer anders damit um. In unserer Hausgemeinschaft mit 3 weiteren alleinstehenden Frauen konnte ich erleben, wie wohltuend es ist, wenn auch in einer Krisenzeit alle füreinander da sind. Wir gingen ganz normal miteinander um, sprachen über die jeweiligen Befindlichkeiten, gingen nicht auf (große) Distanz oder hatten Angst vor der Begegnung. Persönlich habe ich – wie auch viele andere Frauen in meiner Umgebung – in diesen Wochen meine eigene Form gefunden, mit der Herausforderung umzugehen und dennoch bei mir und meinen Bedürfnissen zu bleiben. 

 

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Faktor #8: Wir wollen einen Beitrag leisten – auf unsere Art

In den letzten Tagen habe ich erste Gespräche mit Frauen geführt, die schon einiges erreicht haben und noch einmal etwas bewegen wollen. Ich wollte herausfinden, was sie noch davon abhält, mit ihren Fähigkeiten und dem, was ihnen wichtig ist, einen Beitrag zu leisten. Dabei fiel mir auf, dass eines der größten Hindernisse die bestehenden Denk-Strukturen sind. Wie sehr haben uns diese doch geprägt! So sehr, dass wir manches Mal erst in einem Gespräch mit einer Außenstehenden erkennen, welches dies sind und wie sehr sie uns behindern. Es sind Sätze wie:

Das wird von mir erwartet (die Enkelkinder zu betreuen oder sich ehrenamtlich zu engagieren…), oder

Ich kann und will nicht mit den Jungen mithalten (ohne zu überlegen, welche eigene Wege es gibt, in der digitalen Welt anzukommen und sie für sich zu nutzen).

Diese unreflektierten Überzeugungen stehen einer Veränderung, nach der sich viele Frauen sehnen, massiv im Wege. Doch einmal aufgebrochen und in ihrer Tragweite erkannt, entstehen Ideen und Umsetzungsenergie.

 

An dieser Stelle hilfreich ist:

 

Faktor #9: Wir wollen die Welt verändern – auch und gerade für Frauen

In meiner tiefwirkenden Gesprächsrunde, den MUT-Gesprächen, haben wir uns im April darüber ausgetauscht, welchen Wandel wir in der Welt sehen wollen. Dies waren einige der Wünsche an die Zukunft, die dort genannt wurden:
• Aus dem ständigen Wettbewerb aussteigen und sich stattdessen am Erreichten freuen
• Uns auf das besinnen, was wir wirklich wichtig ist und miteinander darüber sprechen, wie dies entstehen kann
• Aus der Gegenwart heraus etwas Neues entstehen zu lassen statt weiterhin aus der Vergangenheit die Zukunft zu gestalten
• Jedem Menschen seinen Platz in der Welt zubilligen – egal, wo er oder sie steht – und ihnen das Gefühl vermitteln, am richtigen Ort zu sein
• Mehr Anerkennung für helfende und soziale Berufe und welche Arbeit vor allem Frauen dort leisten

 

Dahinter steht auch das Bewusstsein, dass wir jedes Mal, wenn wir eine Kleinigkeit verändern, die uns wichtig ist und für die wir uns wichtig nehmen, wir auch zum großen Wandel beitragen

 

Ich will mehr über den Wandel erfahren!

 

Faktor #10: Wir streben (manchmal) nach Höherem und Größerem

Allerdings nicht im männlich-hierarchischen Wettlauf von „höher, schneller, weiter“. Stattdessen geht es älteren Frauen darum, die eigene innere Größe zu entwickeln. Endlich mehr von dem zeigen, was in uns steckt, was uns ausmacht und uns wichtig ist. Dinge ausprobieren, die wir uns bislang nicht getraut haben – aus vielen schon erwähnten Gründen.
Nun ist die Zeit gekommen, uns in unserer ganzen Größe zu zeigen. Dafür dürfen wir unsere unterschiedlichen Anteile aus Licht und Schatten, Erfolgen und Niederlagen, groß denken und sich zugleich klein fühlen, zunächst annehmen und dann auch zeigen. Uns mit der aus einem reichhaltigen Leben entstandenen Tiefe unseren Mitmenschen zuzu-MUT-en statt uns weiterhin kleiner zu machen, unsere Stärken zu verstecken oder ganz zu verneinen. Das wird nicht ohne Auseinandersetzungen gehen – doch die sind es wert. Auch als Ansporn und Vorbild für unser Umfeld, es uns gleich zu tun und sich ebenfalls nicht mehr zu verstecken. Es ist unser Leben, das noch einmal eine Wende nehmen darf.

 

Das geht selten alleine. Dafür braucht es den letzten und vielleicht sogar wichtigsten Punkt:

 

Faktor #11: Wir suchen Gemeinschaft

Frauen-Gemeinschaften haben eine lange Tradition. Diese reicht von den Frauenklöstern über die Frauenzünfte des Mittelalters bis zu den ersten Frauennetzwerken, die nach dem 1. Weltkrieg entstanden. Daraus entstanden vielfältige Ableitungen und Zusammensetzungen. Heute sind berufliche Netzwerke in ihrer vielfältigen Ausprägung unverzichtbarer Bestandteil weiblicher Karrierewege oder erfolgreicher Selbständigkeit.

Immer dienten diese Frauen-Gemeinschaften dazu, sich gegenseitig zu unterstützen, zu bestärken oder gegen widrige Umstände zur Wehr zu setzen. Dies gilt heute mehr denn je. Wir können sogar sagen: das 21. Jahrhundert ist das Jahrhundert der (Frauen-)Gemeinschaften. Oder wie es heute meist heißt: Communities. Diese Entwicklung ist auch aus der Erkenntnis entstanden, dass gemeinsam vieles schneller, leichter und einfacher geht und Veränderungen und großartige Ergebnisse mit Unterstützung von anderen oft überhaupt erst möglich werden.

 

Wie ist das bei Dir?

  • In welchen dieser Faktoren erkennst Du Dich wieder?
  • Welche Besondernheiten fallen Dir noch ein?
  • Welche Faktoren möchtest Du gerne für Dich entdecken und kultivieren?

 

Zu dieser Entwicklung trage ich auf vielfältige Weise bei...

Mit den MUT-Gesprächen, den Austauschrunden in der FRAUEN.WANDEL-Gruppe wie auch in meinen Workshops und Coachinggruppen. Immer geht es mir darum, Räume des Miteinander schaffen, in denen sich Frauen begegnen, austauschen und bestärken. Dazu möchte ich Dich in Zukunft immer wieder einladen. Diese Informationen erhalten nur die Frauen, die sich wirklich dafür interessieren. Melde Dich hier für den separaten Newsletter an:

 

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