Warum ich keine Probleme mit meinem Gewicht habe...

31.10.2019
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Es gibt so viele wunderbare, anregende und persönliche Beiträge im Rahmen der Blogparade BYE, BYE TRAUMFIGUR? WIE GEHT DAS MIT DEM WOHLFÜHLGEWICHT AB 40? ODER 50? 

 

Zuerst dachte ich: was kann ich noch beitragen, was nicht schon angesprochen wurde?
Doch kaum war diese Frage aufgetaucht, schoss mir auch schon die Antwort durch den Kopf: Es ist doch spannend, dass ich selber nie ein Problem mit meiner (Traum-)Figur oder dem Wohlfühlgewicht hatte.
Manche mag sich jetzt denken: Einfach Glück gehabt! Das sehe ich anders und davon erzähle ich Dir weiter unten mehr.
Oder: Das liegt wohl in den Genen… Nein, tut es nicht! Meine Mutter hat sehr unter den Wechseljahren gelitten und auch ihre bis dahin schlanke Figur verloren. Auch wenn sie niemals richtig übergewichtig war.
Oder neugierig fragen: Was war bei Dir anders und was kann ich mir davon vielleicht abschauen?

 

Davon möchte ich Dir berichten.

 

Ich denke, über eines sind wir uns einig: Traumfigur und Wechseljahre haben einen Zusammenhang. Die Hormonumstellung in der Lebensmitte zeigt sich bei sehr vielen Frauen in Form von Hitzewallungen, Schlafstörungen und vor allem durch eine Gewichtszunahme.

 

Seltsamerweise war das bei mir nicht der Fall.
Weder das eine – eine Gewichtszunahme – noch das andere – die Hitzewallungen. Aus der Außenperspektive bin ich von beidem bin ich weitgehend „verschont“ geblieben.

 

Ich selber betrachte es aus einer anderen Warte: Ich habe eine Menge dafür getan.
Mehr im Innen als im Außen.

 

Bereits während meiner Wechseljahre habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum es mir so viel besser damit ging als meinen Freundinnen. Dabei bin ich auf zwei zentrale Faktoren gekommen, die mir aufgefallen sind und für mich zu anderen Erfahrungen geführt haben.

 

Faktor #1: Gewicht, Diäten oder ähnliches haben für mich nie eine Rolle gespielt.

Das Thema „Körper“ oder Ernährung spielte in meiner Familie keine große Rolle. Meine Mutter brachte täglich gutes Essen auf den Tisch. Meistens schmeckte es mir, manchmal auch nicht. Eine Zeit lang gab es dann Diskussionen in Richtung „es wird gegessen, was auf den Teller kommt!“ Doch nachmittags um 14 Uhr, wenn ich aus der Schule nach Hause kam, hatte meine Mutter meist keine wirkliche Kraft mehr für einen Machtkampf und so blieb dieser bald aus.


Das Wort „Diät“ lernte ich erst sehr spät kennen – und es interessierte mich nicht.

Warum sollte ich mich mit etwas beschäftigen, was für mich keine Relevanz hat. Ich hatte ja kein Problem mit meinem Gewicht, das sich immer um Kleidergröße 40 herum bewegte. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Damit konnte und kann ich bei einer Körpergröße von 1,73 cm leben. Solange ich das Gefühl habe, meine Körper ist gut proportioniert, ist alles in Ordnung. Zudem habe ich ein paar Hosen, die mir deutlich signalisieren, wenn ich über die Stränge geschlagen habe (was durchaus vorkommt). Dann verzichte ich auf eine Mahlzeit (am liebsten abends) oder achte ein paar Tage stärker darauf, was ich esse.

 

Das war nur einmal anders.

Aus welchem Grund auch immer wollte ich die Kohlsuppen-Diät ausprobieren. Ich holte mir alle Zutaten für eine Woche und stellte schon am zweiten Tag fest, dass plötzlich alle meine Gedanken ums Essen kreisten. Das war doch vorher nicht der Fall gewesen?!
Also ließ ich es ganz schnell bleiben und folge wieder meinen Impulsen. Mein Inneres weiß nämlich am besten, was und in welcher Menge ich brauche, damit es mir gut geht.

 

Dazu kam, dass ich mich viel bewege.

Ich bin auf einem Fliegerhorst (= Bundeswehr-Stützpunkt) groß geworden und hatte SEHR viel Auslauf. Das hat mich sicher geprägt. Auch wenn ich stundenlang in einem Buch versinken und die Welt um mich herum vergessen kann, brauche ich mindestens einmal am Tag „Auslauf“. Ein Bewegungsmensch bin ich bis heute geblieben. Das trägt sicher auch dazu beiträgt, dass ich geistig und körperlich beweglich bin und bleibe.

 

Was Du daraus mitnehmen kannst:

  • Achte darauf, wie viel Raum die Themen Essen – Gewicht – Ernährung in Deinem Leben einnehmen.
  • Ändere Deinen Blickwinkel auf das, was Dir grundsätzlich Freude bereitet und Dich in Bewegung bringt.

 

Faktor #2: Ich bin frühzeitig meinem Sinn gefolgt und meinen Weg gegangen

Das ist aus meiner Sicht der viel entscheidendere Faktor.
Mit Ende 30 hatte ich mich beruflich in eine Situation manövriert, die mich zunehmend frustrierte. Gegen besseres inneres Wissen hatte ich mich dafür entschieden, einen Posten innerhalb des Unternehmens anzunehmen, von dem ich spürte, dass dieser nicht zu mir passte. Das zeigte sich in den folgenden 12 Monaten sehr deutlich. Doch so schnell kam ich nicht aus der Nummer raus. Zumindest war mein Pflichtgefühl damals so viel größer als meine Bereitschaft, mich für mich und meine Bedürfnisse einzusetzen. Hinzu kam, dass meine Kollegin gekündigt hatte und ich eine neue Kollegin einarbeiten durfte.


Außerdem sah ich keine wirkliche Alternative.

Den Vorschlag meines früheren Chefs, ins Ausland zu gehen, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt aufgrund meiner privaten Situation nicht vorstellen.
Also blieb ich wo ich war, arbeitete viel zu viel und vergaß mich selber. Bis mir mein Körper die rote Karte zeigte. Ich musste operiert werden und war anschließend 7 Wochen krankgeschrieben.

 

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Dadurch hatte ich ausreichend Gelegenheit, mir Gedanken zu machen: darüber, wie ich in diese Situation geraten war und was ich mit meinem Leben anfangen wollte. Auch wenn ich zunächst noch nicht wusste, wohin ich meine Reise gehen sollte, veränderte ich einiges:

  • Ich reduzierte meine Überstunden auf ein Normalmaß – das waren ohnehin schon 90 Minuten mehr als die Regelarbeitszeit. Das gab mir wieder ein ausgeglichenes Privatleben.
  • Ich begann zu schreiben. Über zwei Jahre verbrachte ich monatlich ein Wochenende damit, mich in der „Kunst der Kurzgeschichte“ zu üben. Das gab mir viele Gelegenheiten, meine berufliche wie auch die familiären Themen in Form von Geschichten zu verarbeiten. Heute ist das Schreiben ein wichtiger Bestandteil meines Ausdrucks, wenn auch nicht mehr in Form von Short Stories ;-)
  • Und ich machte mir Gedanken über meine berufliche Zukunft. Das war die größere Herausforderung. Ich wusste, dass es nicht damit getan war, innerhalb des Unternehmens zu wechseln. Dazu hatte ich schon zu viel gesehen, was mir zunehmend weniger behagte. Für das „stattdessen“ vertraute ich darauf, dass sich dieses zu gegebener Zeit zeigen würde. Das war 18 Monate später der Fall. Weitere 18 Monate später verließ ich das Unternehmen und begann einen neuen Weg.

 

Meiner inneren Stimme folgen

Dieser neue Weg führte mich dazu, immer mehr meinen Impulsen zu vertrauen. Meiner inneren Stimme zu folgen. Damals wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg letztlich führen würde: Menschen darin zu bestärken, den Sinn ihres Lebens zu finden und ihnen zu zeigen, wie sie ihm in der Selbständigkeit einen Ausdruck zu geben.

 

Viel wichtiger war, dass ich den Mut hatte, eine hoch bezahlte und für mich dennoch unbefriedigende Situation zu verlassen. Dadurch habe ich den tieferen Sinn meines Lebens entdeckt. Ich habe seither vielfältige Möglichkeiten gefunden, diesen zum Ausdruck zu bringen und damit zum Wohlergehen und zum beruflichen Erfolg vieler Frauen beizutragen.

 

Dieser Mut hat auch dazu geführt, dass Themen wie Wechseljahre, Traumfigur oder Wohlfühlgewicht für mich keine Rolle gespielt haben und dies auch nie werden. Ich habe Wichtigeres zu tun als mich damit zu befassen. Denn ich habe eine Aufgabe, die mich fordert und erfüllt.

 

Wann immer mir während der Wechseljahre heiß wurde – und das kam auch bei mir vor – wusste ich, dass ich an einem „heißen Thema“ dran war. Einem Thema, dem ich Aufmerksamkeit geben sollte und das ich ernst nehmen durfte. Und sobald ich bereit dazu war, diese Signale einfach nur wahrzunehmen, verschwanden die Hitzewallungen sofort. Schon faszinierend, wie viel uns unser Körper sagt, wenn wir bereit sind zuzuhören :-)

 

Was Du daraus mitnehmen kannst:

  • Finde heraus, was Deinem Leben einen Sinn gibt – und wenn Dir dies schwerfällt, wüsste ich dafür jemanden, die Dich darin unterstützen kann ;-)
  • Gib dem, was Dir wichtig ist, oberste Priorität. Nimm Dir Zeit und Raum dafür, diese Dinge zum Ausdruck zu bringen. Fang mit kleinen Zeiteinheiten an und lass diese wachsen.

 

Schau Dir auch diese ergänzenden Beiträge aus der Blogparade an, die Dich auf Deinem eigenen Weg inspirieren können:

 

 

Beispiele von Frauen, die in der Lebensmitte ihren eigenen Weg gegangen sind, findest Du hier, hier und hier.

 

Titelfoto: Martina Klein, Still Sparkling

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