Take a Stand, Teil 2: Erwischt?!

01.10.2019
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Im Mittelpunkt des ersten Beitrags Take a Stand – In and For Your Life stand die Frage:

Weißt Du, wofür Du stehst?

 

In Beratungen und Gesprächen erlebe ich regelmäßig, dass viele Menschen nicht wissen, wofür sie in ihrem Leben stehen und was ihnen wichtig ist.
Das hat unterschiedliche Gründe.
Manches Mal glauben wir, dass wir wissen, was wir wollen und dies auch vertreten, nur um irgendwann festzustellen, dass es nicht die eigenen Vorstellungen ist. Wir haben die Werte anderer übernommen, ohne diese zu hinterfragen.
Das ist in Ordnung.
Solange Du Dich damit wohl fühlst, gibt es keinen Anlass, daran etwas zu verändern.

 

Falls Du spürst, dass die Dinge, die Dir einmal wichtig waren, nicht mehr stimmig sind… Ja, dann solltest Du darüber nachdenken, wofür Du künftig stehen willst.

 

In diesem Beitrag stelle ich drei Menschentypen vor, die noch nicht bei sich angekommen sind. Zugegeben, die folgenden drei Szenarien sind ein wenig überspitzt – und dennoch enthalten sie einige Körnchen Wahrheit.

 

Drei mögliche Szenarien – drei unterschiedliche Bilder und Wirkungen

Betrachte die folgenden Beschreibungen mit ein wenig Humor. Achte darauf, ob Du Dich von einem dieser Bilder besonders angezogen oder gar getroffen fühlst. Denke an den Satz: Was uns trifft, betrifft uns ;-)

 

Szenario #1: Ein Motor, der auf Hochtouren läuft

In diesem Szenario hast Du das Steuer vermeintlich in der Hand. Doch ist es wirklich so? Erlebst Du Dich nicht eher als getrieben, mit einem großen inneren Druck, etwas darstellen, erreichen oder bewegen zu müssen. Doch all dies füllt die Leere nicht aus, die Du häufig in Dir spürst.

 

Viele Menschen begeben sich dann von einem Thema zum nächsten, probieren eine Methode nach der anderen aus und spüren doch, dass nichts davon wirklich etwas verändert. Beispielhaft hierfür sind die sogenannten Seminar-Hopper. Sie besuchen ein Seminar nach dem anderen, immer auf der Suche nach der EINEN Lösung, die dauerhaft Glück und Zufriedenheit verspricht. Von diesen Versprechen gibt es zahlreiche, sodass immer wieder neue Möglichkeiten auftauchen, vor sich selbst davonzulaufen – so schnell wie nur möglich.

 

Vielleicht hast Du Angst vor dem, was Du entdeckst, wenn Du einmal innehältst und auf Dich selbst zurückgeworfen bist. Du wirst überrascht sein: Es ist meist etwas Wunderbares, das nur darauf wartet, endlich entdeckt und gelebt zu werden ;-)

 

Bei all Deiner Suche übersiehst Du, dass die Lösung bereits in Dir vorhanden ist.

Diese findest Du nur, wenn Du bereit bist, in einen Gang herunterzuschalten. Leg‘ hin und wieder eine Pause ein, hole Luft und höre auf die Stimmen Deinem Inneren. So entdeckst Du ganz nebenbei auch noch Dein eigenes Lebenstempo.

 

Szenario #2: Das Fähnlein im Wind

Als solches hast Du zumindest eine Halterung, die einen festen Halt bietet – scheinbar. Worin besteht dieser Halt für Dich persönlich?
Er kann in der Einbindung in eine Familie liegen, in einer Gemeinschaft bestehen, auf den Traditionen Deiner Heimat oder Glaubensrichtung beruhen oder in festen Überzeugungen, an denen Du nicht rütteln lässt.

 

Doch so wie das Fähnlein mit der Fahnenstange, bist auch Du fest mit dieser Verankerung verbunden und doch den Elementen ausgeliefert. Dort bläst Dir der Wind ins Gesicht, mal mehr, mal weniger heftig, oder Du hängst sprichwörtlich in den Seilen, wenn der Wind ausbleibt. Dann genügt das, was Dir bislang Halt gegeben hat, nicht mehr. Es fehlt etwas, dass Du nun ganz deutlich spürst.

 

Bislang hast Du oft auf das gehört, was andere Dir einflüsterten, Dir eingeredet haben oder was in voller Lautstärke auf Dich eindröhnte – in welcher Form auch immer. Doch zunehmend macht sich in Deinem Inneren eine kleine, leise Stimme bemerkbar, die immer deutlicher signalisiert: Da stimmt was nicht… Das passt nicht zu mir… Da gibt es noch etwas anderes…

 

Auf diese Stimme zu hören, erfordert Mut.
Gehe diesen Stimmen und ihren Hinweisen nach und finde heraus, was dahintersteckt. Diese Signale wollen Dich auf etwas aufmerksam machen, was jetzt für Dich und Dein Leben wichtig ist.

 

Hinterfrage im ersten Schritt die bisherigen „Botschaften“.
Ersetze, was nicht mehr zu Dir passt und vertraue darauf, dass etwas Neues in Dein Leben treten möchte. Es bahnt sich ein Wachstumsschub an, der Dich in ein größeres, weiteres Leben führt. Ein Leben, das Du Dir so möglicherweise bislang nicht vorstellen konntest.

 

Szenario 3: Der Korken im Ozean

Im Gegensatz zum im Wind flatternden Fähnchen ist der Korken den Elementen völlig ausgeliefert. Er kann nicht bestimmen, wo es ihn hintreibt. Hilflos, ziel- und orientierungslos schwimmt er mal hierhin, mal dorthin. Manchmal bleibt er irgendwo hängen – eine kurze Verschnaufpause, ehe ihn die nächste Strömung wieder mitnimmt und an einen anderen Ort trägt. So geht das Tag für Tag – und ein Ende ist nicht absehbar.

 

Fühlst Du Dich manchmal wie dieser Korken im Ozean?

Vielleicht sind Ängste ein häufiger Begleiter.
Vielleicht bist Du auch ständig auf der Hut, denn Du weißt nie, welche „Katastrophe“ als nächstes daherkommt.


Du erlebst Dich vielfach als Opfer der Umstände. Auf der Suche nach einem sicheren Hafen, in dem Du zur Ruhe kommen kannst, greifst Du nach jedem Strohhalm, der Orientierung verspricht. Dadurch übersiehst Du leicht, was gut für Dich ist und was nicht.

 

Wie Du das eine vom anderen unterscheidest, hast Du bislang nicht gelernt. Daher ist es in diesem Szenario besonders wichtig, ein Urvertrauen zu entwickeln – sowohl in das Leben insgesamt wie in Deine eigenen Wünsche und Vorstellungen. Das erfordert Aufmerksamkeit und den Mut, sich Ängsten, Zweifeln und Unsicherheit zu stellen statt ihnen auszuweichen.

 

Aus diesem Getrieben-Sein kannst Du aussteigen, in dem Du Dir bewusst machst, dass Du kein Opfer BIST, sondern Dich nur so FÜHLST. Gewöhne Dich daran, dass Du jederzeit die Freiheit hast, Dich für etwas anderes zu entscheiden.
Das ist zunächst ist noch so ungewohnt und unerhört und daher erst einmal eine Herausforderung.

Vielleicht fragst Du Dich:

Darf ich das wirklich, mich für mich und meine Vorstellungen entscheiden?
Doch wer sollte Dir die Erlaubnis geben, für Dich selber, Deine Wünsche und Bedürfnisse einzutreten?
Niemand als Du selber kannst dies tun.

 

Dem immer gleichen Kreislauf entrinnen

Hast Du Dich in einem dieser Szenarien wiedererkannt – wenn auch nur zum Teil?
Du hast die Freiheit, dort noch eine Weile zu bleiben und Dir bewusst zu machen, welche Vorteile dies mit sich bringt und welche Nachteile damit verbunden sind.

Du kannst Dich auch gleich entscheiden, aus diesem immer gleichen Kreislauf auszusteigen und einen eigenen Standpunkt zu finden.
Der erste und wichtigste Schritt dafür ist Deine Entscheidung, dass Du etwas ändern willst. Danach machen Sie sich auf die Suche nach Ihrem ganz persönlichen Standpunkt.

 

Was hast Du davon, etwas zu verändern?

Ein eigener Standpunkt führt zu einer neuen Form von Beständigkeit.
Diese fühlt sich anders an als alles, was Du bislang kennst. Es ist die Beständigkeit Deiner persönlichen Ziele oder zumindest Deiner Träume davon, was Deinem Leben Sinn und Bedeutung verleihen könnte. Diesen Standpunkt zu finden und in die passenden Worte zu kleiden, bringt so viel mehr Klarheit und Leichtigkeit in Dein Handeln, was sich auch auf Deine Ergebnisse auswirkt.

 

Wenn Du mit dem verbunden bist, was Dir am Herzen liegt und was Deiner Persönlichkeit entspricht, erlebst Du ein inneres, belebende Feuer. Es wird nur verlöschen, wenn Du es zulässt.

 

Gerne unterstütze ich Dich mit Einzelcoaching oder einem Wachstumstag dabei, Dein inneres Feuer zu entdecken und zum Ausdruck zu bringen.

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