Vom erfolgreichen IT-Berater zum vergnügten Busfahrer - ein Lebensweg

09.03.2021
IT-Berater_Busfahrer_600x340 Weiterempfehlen: Kategorie:

Klaus (der Name ist frei gewählt) war 47 Jahre alt, als er vor einem Scherbenhaufen stand. Beruflich war er sehr erfolgreich, verdiente viel und lebte so, wie andere es sich erträumten. Er kam viel herum, wirkte an spannenden Projekten mit, war bei Kollegen und Kunden anerkannt und geschätzt. Doch da gab es noch die andere Seite.

 

Seine Frau hatte ihn kurz zuvor verlassen und der Kontakt zu seinen Kindern war auch nur sehr lose. Hinzu kam, dass ihm seine Tätigkeit immer weniger Freude machte. Er konnte und wollte sich nicht vorstellen, noch 20 Jahre so weiterzumachen. Immer öfter tauchten Ängste auf, es nicht mehr zu schaffen und dies konnte er auch körperlich spüren.

 

Wie war es dazu gekommen?

Nach dem Schulabschluss hatte Klaus eine Ausbildung zum Industriekaufmann gemacht. Dies waren die 80er-Jahre, als die Nachfragen nach IT-Unterstützung immer größer wurde und Fachkräfte gesucht wurden. Über Fortbildungen ließ er sich zum Fachmann für SAP-Anwendungen ausbilden.


Damit begann ein klassischer, männlich geprägter Erfolgsweg – zumindest im Verständnis fast vergangener Zeiten. Klaus wurde Projektleiter für ein spezielles Software-System in einer großen Unternehmensberatung und entwickelte sich mit der Zeit zu einem gefragten Experten. Für seine Projekte war er europaweit unterwegs. Sonntagnachmittags machte er sich auf den Weg zum Standort des aktuellen Kunden. Für diesen war er in der Regel 6 - 9 Monate tätig, um das neue EDV-System einzuführen und die Mitarbeiter darin zu schulen. Am Freitagabend, manchmal auch erst am Samstagmittag, kehrte er zurück zu seiner Familie. Diese hatte mittlerweile einen eigenen Rhythmus gefunden, ohne Ehemann und Vater. So ging das jahrelang – bis seine Frau ihm die Rote Karte zeigte und die Scheidung einreichte.

 

Da stand er nun.
Äußerlich erfolgreich und innerlich leer. Noch war er nicht bereit für einen neuen Weg.
Wohin sollte es auch gehen?
So blieb er, wo er war und machte (fast) weiter wie bisher.

 

Das Leben meinte es gut mit ihm – und hatte einen neuen Plan.

Auf der Hochzeit eines Schulfreundes traf er eine Frau, in die er sich sofort verliebte – und sie sich zu seiner Freude auch in ihn. Sie gaben sich Zeit, um herauszufinden, ob es einen gemeinsamen Weg geben kann. Als sich zeigte, dass diese neue Beziehung eine solide Basis hatte, verließ er die Unternehmensberatung und zog zurück in seine Heimat, das Allgäu. Hier bewarb er sich auf eine Stelle als Busfahrer.

 

Seit mehr als 10 Jahren ist Klaus nun „anders“ unterwegs.

Er kommt weiterhin viel herum, wenn auch in deutlich anderem Maßstab und auf gewohnten Straßen. Regelmäßig fährt er seine Runden durch die liebliche Landschaft, die er von klein auf kennt. Die Schulkinder mögen ihn sehr, er kennt und begrüßt sie mit Namen. Auch seine Kollegen schätzen ihn und seinen Humor. Die Freude an seinem Tun und seinem Sein strahlt aus ihm heraus.

 

Woher ich das weiß?

Ich bin mit ihm im Bus gefahren und wir kamen ins Gespräch. Als ich erwähnte, dass ich Menschen auf ihrem Weg in ein Leben nach ihren Vorstellungen begleite, erzählte mir seine Lebensgeschichte, die so anders als üblich verlaufen ist. Heute ist er etwa 60 Jahre alt, wirkt frisch und lebendig und sprüht vor Lebensfreude. Es ist spürbar, dass er glücklich und zufrieden ist mit seinem frei gewählten Leben.

 

Soweit die Geschichte eines Mannes, der sich in der Mitte des Lebens entschieden hat, seinem Leben eine andere Wendung zu geben – mehr hin zum Sein und weniger bestimmt von Schein und Haben. 

 

Wie ist das bei dir?

Unter welchen Umständen wärst du bereit, einen anderen, möglicherweise wenig prestigeträchtigen Berufsweg einzuschlagen?

Täglich einer Tätigkeit nachgehen, die dich erfüllt, dir Freude bereitet und zufrieden sein lässt?

 

Wenn dich diese Geschichte ebenso angesprochen hat, wie es bei mir der Fall war, kann sie dir als Ausgangspunkt dienen, dir selber auf die Spur – oder sogar auf die Schliche – zu kommen. Ein erster Schritt ist, dir Zeit zu nehmen und anhand von sieben tiefgehenden Fragen deine wahren Bedürfnisse wie auch einige einschränkende Muster zu entdecken. Dafür habe ich ein Arbeitsblatt vorbereitet, das dich darin unterstützt. Du kannst es dir hier herunterladen:

 

Arbeitsblatt "Berufliche Zufriedenheit"

 

 

Du möchtest tiefer in das Thema „Berufliche Veränderung“ einsteigen?

Merke dir das Himmelfahrtswochenende – 13. bis 16. Mai 2021 – vor. Für diese Tage bereite ich derzeit ein Retreat "Mein schönes, neues Leben" vor für Frauen und Männer, die sich beruflich neu orientieren, darüber mehr Leichtigkeit und Lebensfreude erleben und ihren eigenen Weg entdecken wollen. (Die Durchführung setzt voraus, dass die derzeit noch bestehenden Versammlungsverbote aufgehoben sind - ansonsten kann es als berufliche Fortbildung stattfinden...)

 

Zudem wird es im Blog weitere Beträge rund um die Themen des Retreats geben :-)

 

 

    • Auftakt-Coaching
    • Buchbestellung
    • Rückrufservice
    • Siehe Fragen / Wünsche
    Darf nicht fehlen
  • Ist ungültig
    • Ich bin damit einverstanden, dass meine mitgeteilten Daten gespeichert und zur Bearbeitung meiner Anfrage und Kontaktaufnahme telefonisch oder per E-Mail genutzt werden. Eine Weitergabe meiner Daten an Dritte erfolgt nicht. Meine Einverständniserklärung kann ich jederzeit kostenfrei und ohne jeden Nachteil mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.
    Darf nicht fehlen
  • Anfrage senden