Weise Frauen wollen Vorbilder sein

09.10.2020
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Ist eines Deiner Bedürfnisse, Deine Erfahrungen zu teilen und Deine Gedanken und Vorstellungen in aktuelle Diskussionen einzubringen?

Möchtest Du damit einen Beitrag leisten für den Wandel in der Welt?

Hast Du Dir überhaupt schon Gedanken darüber gemacht?


Oder geht es Dir damit wie mir bei einem Workshop im vergangenen Jahr.

Eine junge Teilnehmerin kam am Ende auf mich zu, bedankte sich für den anregenden Tag und sagte dann: Mein größter Wunsch ist es, eines Tages so eine tolle Frau wie Du zu sein. Ich war im ersten Moment sprachlos, dann flutete eine Welle der Dankbarkeit durch mich und ich konnte nur mit Mühe die Tränen zurückhalten. Gibt es ein schöneres Kompliment als dieses?

 

Zum Vorbild für Jüngere werden

Kürzlich war ich auf dem Women’s Hub Day in München. Ich freute mich sehr darauf, endlich wieder auf einer Live-Veranstaltung zu sein. Am Abend vorher habe ich auf der Webseite geschaut, wen ich dort treffen würde – und war erstmal verblüfft. Ich kannte fas keine der Frauen und würde mit Abstand die älteste Teilnehmerin sein. Das fühlte sich im ersten Moment komisch an. In letzter Zeit passiert mir dies zwar öfter, doch noch habe ich mich nicht an meinen Status als „Oldie“ gewöhnt.

 

Mit dieser Erkenntnis und etwas gemischten Gefühlen fuhr ich nach München.
Wie schön war es dann, als mich gleich nach der Registrierung eine junge Frau ansprach. Ich kannte sie noch von meiner ersten Teilnahme vor fast einem Jahr. Schnell löste sich mein „ich gehöre nicht hierher“-Gefühl auf und ich genoss den sehr inspirierenden Tag. Am Nachmittag hörte ich von einer der Initiatorinnen, dass sie mehrfach auf die Tatsache angesprochen worden war, dass ich als ältere Frau dabei bin. Ich sei ein Vorbild für die jüngeren Frauen, an dem sie sehen, was im Laufe eines Lebens alles möglich ist.

 

Sind wir bereit, diese Rolle als Vorbild anzunehmen?

Zugleich erinnere ich mich gerne daran, wie wichtig es für mich in jüngeren Jahren war, dass ich zwei enge Freundinnen hatte, die 13 bzw. 15 Jahre älter waren als ich. Jedes Mal, wenn mein nächster Zehnerübergang vor mir lag, hatten sie bereits den folgenden Übergang freudig hinter sich gebracht. Dadurch zeigten sie mir, wie schön und auch leicht es sein kann, sich weiterzuentwickeln, älter zu werden und jedes Lebensalter als ein Geschenk zu betrachten. Inzwischen ist die Situation umgekehrt und sicher nicht nur bei mir: wir sind in einen Alter, in dem andere auf uns und unsere Erfahrungen schauen. Zunächst vielleicht nur im privaten Umfeld, doch das kann sich ausweiten – wenn wir bereit sind, diese Rolle als Vorbild annehmen. Darüber sprechen, wie wir Dinge erlebt haben, als die Welt technologisch, wirtschaftlich und vom Bewusstsein her noch anders war. 

 

Eines darf bei diesem Thema nicht außer Acht gelassen werden...

Als Vorbilder gesucht und geachtet werden wir nur, wenn wir ohne erhobenen Zeigefinger oder oberlehrerhaft daherkommen. Das ist für die eine oder andere der angehenden weisen Frauen durchaus noch ein Lernfeld ;-)

 

Für wen bist Du ein Vorbild – und für was möchtest Du dies künftig sein?

Zum Vorbild werden wir, wenn wir unsere Erfahrungen – die guten wie die schlechten – annehmen statt mit ihnen zu hadern oder sie als unerwünscht zu betrachten. Erst dann erkennen wir den einzigartigen Schatz, der darin enthalten ist – und so kann aus einem "so lala"-Leben die Erkenntnis entstehen, dass unser Leben doch sehr erfüllt war.  Vielleicht nicht immer mit dem, was wir uns in unseren "kühnsten Träumen" vorgestellt ooder gewünscht haben.  Dfür mit vielen kleinen Schätzen, die zusammengenommen zeigen, dass wir genau am richtigen Platz sind, nämlich da, wo wir gerade sind :-)

 

Was mir in diesem Sommer in meinen Gesprächen mit Frauen 55+ aufgefallen ist: Vielen Frauen ist bislang nicht bewusst, welche Fülle gerade in den als negativ empfundenen Erfahrungen enthalten ist. Damit bleibt immer ein Stück Unzufriedenheit im Raum, schwingt in Deinen Handlungen mit und führt zu Druck und zum ständigen inneren Antrieb, noch besser zu werden, mehr zu tun, sich anzustrengen. Wenn dies nicht (mehr) möglich ist, verkehrt sich dies auch ins Gegenteil: in Lähmung und ein nagendes Gefühl, nicht / nie zu genügen... 

 

Wenn Du bereit bist, diesen Zustand zu verlassen und Dich bewusst dafür entscheidest, Dein Leben in allen seinen Schattierungen anzunehmen, ist es nicht weit, bis Du als Vorbild und geschätzte Gesprächspartnerin gesehen und gesucht wirst. Es strahlt aus, dass Du mit Dir im Reinen bist und Dich angenommen hast, so wie Du bist. 

 

Bleibt noch die Frage nach Deiner Bereitschaft, Ansprechpartnerin für Jüngere zu sein, sie auf ihrem Weg zu begeiten und zu unterstützen. Nicht als Teil Deiner Tätigkeit (auch da ist es wichtig und richtig), sondern darüber hinaus. 

Ich kenne viele Frauen, die an dieser Stelle gerne abwiegeln: 

Ich bin doch kein Vorbild...

Ich habe so viele Fehler...

Da gibt es andere, die eignen sich viel besser, die haben mehr errreicht, erlebt, geschaft... 

Bitte, lass diese Gedanken gleich wieder los! 

Wenn jemand auf Dich zukommt und mehr von Dir erfahren will, ist dies ein Vorschuss in Vertrauen. Dieses gilt es zu achten und als Geschenk anzunehmen. 

 

Deine Erfahrungen als wichtigen Bestandteil Deines persönlichen Lebenssinns zu erkennen, führt aus diesem inneren Gedankenkarussell, der manchmal zum frustrierender Teufelskreis wird. Diesen inneren Schmerz zu erkennen und mit Deinem größten Schatz zu verknüpfen, ist eine zentraler Baustein Station sowohl der „5-Tage-Reise zum Sinn" wie auch des Weise-Frauen-Trainings „Mut zum eigenen Weg"

 

Warum es so wichtig ist, dem eigenen Lebenssinn auf die Spur zu kommen, erfährst Du hier.

 

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